Seelengesicht (1)
Zeig mir dein Profil, dein wahres. Lass mich sehen, wer du bist.
Schau nicht weg, wenn ich sie suche, deine inneren Konturen.
Sieh nur hin, wenn ich es finde, dein verborgenes Seele-Sein.
Und dann:
Lass uns gemeinsam erkennen, wer du ohne Maske bist.
Seelengesicht (2)
Dein Antlitz zu betrachten heißt, mich selbst zu achten.
Deine Präsenz zu erleben bedingt, mich selbst zu beleben.
Deiner Stimme zu lauschen bedeutet, mich selbst zu berauschen.
Dein Format zu benennen verlangt, mich selbst zu erkennen.
Denn nur durch dich erfahre ich mich und gelange so zum Sein an sich.
Seelengesicht (3)
Dein inniger Blick trifft meine tiefsten Gründe.
Dein inniger Blick überwindet mein äußeres Ich.
Dein inniger Blick erfasst mein verborgenes Sein.
Und so läutert er mich – dein Seelenblick.
Seelengesicht (4)
Das Kolorit deiner Seele leuchtet geheimnisvoll auf. Werke gnadenloser Echtheit entstehen Ton in Ton. Und was sich jetzt auch mir offenbart ist nichts als pure Lebenspracht.
So bist du - nicht nur für mich - ein Meister schönster Lebenskunst und ein Kontrastgeber in monotonem Zeitendunst.
Als Wegbereiter der unübertroffenen Art, bist du gleichsam noch Kind, das an ein Leben in Farbe glaubt und so dem Spiel und Sinn des Lebens vertraut.
Es wäre eine Sünde ohnegleichen, deinem Seelen-Sosein auszuweichen.
Seelengesicht (5)
DU - der ewige Held deiner Gedankenwelt - bist kein Traumichnicht, der sein Ziel verkennt.
DU - eingebettet in Sehnsuchtsfarben - bist keine fade Gestalt, die ihren Weg verfehlt.
Denn DU warst schon immer ein tiefklares Geistesblau, ein sattwaches Zuversichtsgrün und ein leuchtend reines Herzkraftrot.
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